Pilates für Anfänger: Dein Start in starke Core-Muskulatur

2 Min. Lesezeit
Joseph Pilates hat sein System in den 1920ern entwickelt. 100 Jahre später ist es relevanter denn je — besonders für Menschen mit Schreibtisch-Job.
Das Wichtigste in Kürze
- Pilates stärkt die tiefliegende Core-Muskulatur (Beckenboden, Transversus)
- Matte-Pilates braucht null Equipment und funktioniert zu Hause
- Reformer-Pilates nutzt ein Gerät mit Federn für erhöhten Widerstand
- 2–3 Sessions pro Woche verbessern Haltung und Rückenschmerzen nachweislich
- Ideal als Ergänzung zu jedem Sport — von Laufen bis Gewichtheben
Was Pilates vom normalen Core-Training unterscheidet
Crunches trainieren den Sixpack (Rectus Abdominis). Pilates trainiert alles darunter: Transversus Abdominis (das „Korsett“), Multifidus (kleine Wirbelsäulenmuskeln), Beckenboden und Zwerchfell. Diese Tiefenmuskulatur stabilisiert die Wirbelsäule und schützt vor Bandscheibenvorfällen.
Der Unterschied zeigt sich im Alltag: Pilates-Trainierende haben eine aufrechte Haltung, weniger Rückenschmerzen und bewegen sich ökonomischer. Kein Wunder, dass Tänzer, Sportler und Physiotherapeuten weltweit auf Pilates setzen.
Matte vs. Reformer: Was ist besser?
Matte-Pilates: Braucht nichts außer einer Matte. Alle Übungen nutzen das eigene Körpergewicht. The Hundred, Roll-Up, Swimming, Plank-Variationen — 30 Minuten reichen für ein vollständiges Workout. Perfekt für zu Hause und auf Reisen.
Reformer-Pilates: Ein Gerät mit Schlitten und Federwiderstand. Erlaubt exzentrische Belastung und geführte Bewegungen. Ideal für Reha, gezielte Schwachstellenarbeit und intensivere Einheiten. Studio-Klassen kosten 15–25 Euro pro Session.
Empfehlung für Einsteiger: Mit Matte-Pilates starten, dann nach 3 Monaten Reformer testen. Die Grundprinzipien (Atmung, Zentrierung, Kontrolle) sind identisch.
Der 20-Minuten Einsteiger-Flow
1. The Hundred (2 Min): Beine angehoben, Arme pumpen, 100 Schläge. Aktiviert den gesamten Core und wärmt den Körper auf.
2. Roll-Up (2 Min): Langsam abrollen, langsam aufrollen. Mobilisiert die Wirbelsäule Wirbel für Wirbel.
3. Single Leg Circle (3 Min): Hüftmobilität und Core-Stabilität. Ein Bein kreist, der Rest des Körpers bleibt ruhig.
4. Swimming (2 Min): Bauchlage, gegenüberliegende Arme und Beine heben. Stärkt die gesamte Rückenkette.
5. Side Plank mit Rotation (3 Min): Core-Stabilität in der Frontalebene. 30 Sekunden pro Seite, 3 Durchgänge.
6. Spine Stretch Forward (2 Min): Sitzend, Wirbel für Wirbel nach vorne rollen. Dehnt den Rücken und schult die segmentale Kontrolle.
Cool-Down: Child’s Pose + Rückenlage (3 Min)
Häufig gestellte Fragen
Ist Pilates nur für Frauen?
Nein — Pilates wurde von einem Mann entwickelt und war ursprünglich für Boxer und Soldaten gedacht. Die meisten Profi-Sportteams integrieren Pilates ins Training, unabhängig vom Geschlecht.
Hilft Pilates gegen Rückenschmerzen?
Ja — Studien zeigen, dass regelmäßiges Pilates unspezifische Rückenschmerzen genauso effektiv reduziert wie Physiotherapie. Schlüssel ist die Stärkung der tiefliegenden Stabilisatoren.
Wie schnell sieht man Ergebnisse bei Pilates?
Nach 10 Sessions spürt man den Unterschied (bessere Haltung, weniger Verspannungen). Nach 20 Sessions sieht man ihn. Nach 30 Sessions bemerkt es das Umfeld.
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Quelle Titelbild: Pexels / Ahmet Kurt
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