Western States 100 2026: Walmsley gegen Jornet beim Trail-Olymp
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Am 27. Juni 2026 fällt in Olympic Valley der Startschuss zum Western States 100, dem prestigeträchtigsten Trail-Ultra der Welt. 161 Kilometer durch die Sierra Nevada, 30 Stunden Limit und ein Starterfeld, das so tief ist wie nie: Jim Walmsley gegen Kilian Jornet, dazu sechs frische Golden-Ticket-Gewinner.
29.05.2026
Warum Western States der Olymp der Trail-Szene ist
Es gibt härtere Rennen als den Western States 100. Es gibt höhere, kältere, technischere. Aber keines hat dieses Gewicht. Der Lauf von Olympic Valley nach Auburn gilt mit Wurzeln im Jahr 1974 und dem ersten offiziellen Rennen 1977 als ältester 100-Meilen-Trail der Welt und gilt als die Wiege des modernen Ultrarunnings. Wer hier gewinnt, schreibt Geschichte.
Das Rennen ist Teil der UTMB World Series und der Zugang ist absurd schwer. Die meisten Läufer brauchen Jahre, in denen sie sich über eine Lotterie oder über Golden Tickets bei ausgewählten Qualifikationsrennen einen Platz erkämpfen. Genau diese Knappheit macht die Startlinie zu einer der begehrtesten im ganzen Sport.
Für die deutschsprachige Trail-Szene ist der Western States das Fenster, durch das man der absoluten Weltspitze zuschaut. Wer selbst lange Distanzen läuft, erkennt im Rennen die eigenen Themen wieder, nur ins Extreme gedreht. Ein Gefühl für die mentale Seite langer Strecken gibt dir auch unser Blick auf den Comrades Marathon.
Walmsley gegen Jornet: das Duell 2026
Die Schlagzeile schreibt sich von selbst. Jim Walmsley, 36, vierfacher Sieger und Streckenrekordhalter, trifft auf Kilian Jornet, 38, den vielleicht größten Bergläufer aller Zeiten. Walmsley kennt jeden Meter dieser Strecke, Jornet bringt eine Bandbreite mit, die von Skibergsteigen bis zu Rekordversuchen an den höchsten Gipfeln reicht.
Hinter den beiden steht ein Feld, das laut Veranstalter das tiefste der Geschichte ist. Über die Canyons Endurance Runs 100K Ende April sicherten sich Adam Peterman, Zach Miller, Hayden Hawks und Riley Brady die letzten Startplätze. Jeder von ihnen könnte an einem guten Tag aufs Podium laufen.
Spannend ist, dass Erfahrung und Talent hier oft anders gewichtet werden als im Stadion. Beim Ultra entscheidet selten der schnellste Läufer, sondern der, der am wenigsten Fehler macht. Wie sehr saubere Belastungssteuerung über solche Distanzen trägt, zeigt unser Guide zu personalisiertem Zone-2-Training.

Hitze, Canyons und der Punkt, an dem es bricht
Das Profil klingt erst einmal gnädig: netto geht es bergab, von rund 1.800 Metern Höhe hinunter nach Auburn. Doch der Schein trügt. Die langen Abstiege zerstören die Oberschenkel und in den tiefen Canyons der Streckenmitte staut sich die Hitze auf weit über 40 Grad.
Genau dort, im sogenannten Canyon-Abschnitt nach der Hälfte, zerfällt jedes Jahr das Feld. Läufer, die zu schnell gestartet sind, verlieren in der Mittagshitze ganze Stunden oder steigen aus. Wer clever war, hat Körner gespart und überholt jetzt die, die im roten Bereich gestartet sind.
Die Flussdurchquerung am American River und der berüchtigte Schlussabschnitt nach Auburn fordern noch einmal alles. Erfolg beim Western States heißt, 30 Stunden lang Entscheidungen über Tempo, Kühlung und Verpflegung richtig zu treffen, während der Körper rebelliert.
Was du als Hobby-Trailrunner mitnimmst
Du musst keine 161 Kilometer laufen, um vom Western States zu lernen. Drei Prinzipien lassen sich auf jeden langen Trail übertragen.
Erstens: Hitze ist trainierbar. Wer im Sommer Rennen plant, gewöhnt den Körper über Wochen an Wärme, statt am Renntag überrascht zu werden. Zweitens: Bergab ist eine Disziplin für sich. Die exzentrische Belastung beim Downhill zerstört die Beine schneller als jeder Anstieg, also gehört Downhill-Training in den Plan. Drittens: Verpflegung entscheidet. Über viele Stunden bricht weniger die Muskulatur als der Magen, deshalb übst du deine Strategie im Training, nicht im Wettkampf.
Wie wichtig Erholung und Schlaf für die Leistung über lange Distanzen sind, vertieft unser Überblick zu Recovery mit Wearables. Der Western States bleibt für die meisten ein Traum aus der Ferne. Aber er verändert, wie du über deinen nächsten langen Lauf denkst.
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Quelle Titelbild: Pexels / RUN 4 FFWPU (px:13158584)
Bild im Beitrag: KI-generiert (Mai 2026)






