Indoor Skydiving: Dein Freefall-Erlebnis revolutionieren
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Zwischen meinem ersten Tandemsprung im September 2023 und heute liegen 47 Stunden Tunnelzeit und 28 echte Sprünge. Der Tunnel hat mein Skydiving komplett verändert — und ich bin überzeugt, dass jeder ernsthafte Fallschirmspringer Indoor Skydiving als Training nutzen sollte.
Die Erkenntnis
Nach meinem Tandemsprung wollte ich den AFF-Kurs (Accelerated Freefall) machen. Aber 60 Sekunden Freefall pro Sprung, bei 250 Euro pro Sprung, sind wenig Übungszeit für viel Geld. Ein Freund empfahl mir die FlyStation München als Ergänzung. Nach drei Sessions dort hatte ich mehr kontrollierte Flugzeit als in meinen ersten fünf echten Sprüngen zusammen.
Was der Tunnel trainiert
Im Tunnel lernst du: Bauchlage stabil halten (die Basis alles Weiteren), Drehungen auf der Horizontalachse, Vorwärts- und Rückwärtsbewegung und — für Fortgeschrittene — Sitfly und Headdown. Die Körperposition und Aerodynamik sind identisch zum echten Freefall. Der Wind kommt nur von unten statt von unten-vorne.
Der Transfer in die Luft
Bei meinem ersten Solo-Sprung nach 20 Stunden Tunnelzeit war der Unterschied dramatisch. Meine Bauchlage war sofort stabil, ich konnte mich gezielt drehen, und ich hatte mentale Kapazität frei, um die Aussicht zu genießen statt panisch an meine Haltung zu denken. Mein AFF-Instruktor meinte, es sei der ruhigste Erstsprung gewesen, den er je begleitet habe.
Mein Trainingsplan
Aktuell gehe ich zweimal pro Monat in den Tunnel (je 10 Minuten Flugzeit) und springe alle 4-6 Wochen. Die Tunnel-Sessions nutze ich für technische Arbeit: neue Positionen üben, Schwächen ausgleichen. Die echten Sprünge sind dann für den Genuss — und um den Tunnel-Fortschritt in der Luft zu bestätigen.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Tunnelzeit brauche ich vor meinem ersten Solosprung?
Es gibt keine feste Regel, aber 10-20 Minuten Tunnelzeit vor dem AFF-Kurs machen einen enormen Unterschied. Das entspricht ca. 5-10 Sessions. Die Körperkontrolle und das Muskelgedächtnis transferieren nahezu perfekt in den echten Freefall.
Ist Tunneltraining teuer?
Bei ca. 30-40 EUR pro Minute Flugzeit ist es auf den ersten Blick nicht günstig. Aber verglichen mit echtem Skydiving (250 EUR für 60 Sekunden Freefall) bekommt man im Tunnel pro Euro das 4-5fache an Flugzeit — und kann gezielter üben.
Fühlt sich Indoor Skydiving genauso an wie echtes Fallschirmspringen?
Die Körperposition und Aerodynamik sind identisch. Die Hauptunterschiede: In der Luft ist der Luftstrom leicht turbulent (nicht laminar wie im Tunnel), man hat mit wechselnder Luftdichte zu tun, und die psychologischen Faktoren sind komplett anders. Das Muskelgedächtnis und Körperbewusstsein transferieren aber nahezu perfekt.
Quelle Titelbild: Wikimedia Commons / iFLY Hollywood (CC BY 2.0)
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