London Marathon 2026 heute: Elite-Field, Wetter und was zählt
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Um 9:40 Uhr Ortszeit fällt in Blackheath der Schuss. Sabastian Sawe verteidigt seinen Titel, Tigst Assefa will ihren Weltrekord halten – und Amanal Petros hat den deutschen Rekord von 2:04:03 fest im Blick. Der TCS London Marathon 2026 liefert eines der stärksten Felder der Marathon-Historie.
Das Männer-Feld: Sawes Titelverteidigung gegen fünf Weltklasse-Gegner
Sabastian Sawe kam 2025 nach London und pulverisierte das Feld mit 2:02:27. Ein Jahr später ist die Ausgangslage noch brisanter. Der Kenianer hat seine Bestzeit auf 2:02:05 gedrückt und muss sich gegen fünf Marathon-Granden behaupten. Jacob Kiplimo wechselt aus der Bahn auf die Straße – der Halbmarathon-Weltrekordhalter gibt in London sein Debüt über die vollen 42,195 Kilometer. Joshua Cheptegei, Olympiasieger 2024 über 10.000 Meter, sucht auf der Straße seinen nächsten Meilenstein.
Tamirat Tola bringt Erfahrung und Weltmeisterschafts-Titel mit, Yomif Kejelcha macht ebenfalls Marathon-Debüt. Das Feld ist so tief, dass mehrere Unter-2:04-Zeiten realistisch sind. Die Frage ist nicht ob es schnell wird – sondern wie schnell.
Das Frauen-Feld: Vier der sechs schnellsten Frauen aller Zeiten am Start
Tigst Assefa kommt als Titelverteidigerin und Weltrekordhalterin zurück. Ihre Marke steht bei 2:11:53, aufgestellt 2025 ebenfalls in London. Die Äthiopierin trifft auf Sifan Hassan, die 2024 Marathon-Olympiasiegerin wurde und zwischen Bahn und Straße nahtlos wechselt. Peres Jepchirchir, Weltmeisterin und mehrfache Majors-Siegerin, komplettiert das Trio.
Dahinter wartet Joyciline Jepkosgei, die in Valencia 2025 mit 2:14:00 eine neue Dimension erreicht hat. Vier der sechs schnellsten Frauen aller Zeiten laufen heute in London. Wer den Weltrekord halten will, muss sich vom Fleck weg auf 2:11er-Tempo einlassen – und das Feld zwingt genau dazu.
„Four of the six fastest women of all time are running the 2026 London Marathon.“
– London Marathon Events, offizielle Pressemitteilung (April 2026)
Deutsche Perspektive: Petros jagt seinen eigenen Rekord
Amanal Petros ist 2025 in Berlin bis auf 2:04:03 herangekommen und hält damit den deutschen Rekord. In London will er ihn unterbieten. Das Feld läuft ihm davon, aber das ist nicht sein Wettkampf – Petros braucht schnelle Hasen, glattes Tempo, idealerweise keine abrupten Tempowechsel. Der Silbermedaillengewinner der WM 2024 (Marathon) hat in Boston vor einer Woche keinen Start gemacht – London ist sein Saisonhöhepunkt.
Auch auf britischer Seite läuft ein Rekord-Versuch: Emile Cairess hat Sir Mo Farahs britischen Marathon-Rekord in Reichweite. Nach Platz 4 in London 2024 und Olympia-Medaillen-Kampf in Paris sucht er heute den Angriff auf die Landes-Bestmarke.
Wetter, Startzeit, Übertragung
Der Wetterbericht für London spricht von 12 bis 14 Grad Celsius am Vormittag, leichter Wind aus West, hohe Wolken. Für Marathon-Verhältnisse nahe am Ideal – kühl genug, um die Wärme-Probleme zu vermeiden, nicht so kalt, dass Muskeln steif werden. Die Elite-Frauen starten um 9:10 Uhr Ortszeit, die Elite-Männer um 9:40 Uhr. In deutscher Zeit heißt das: Start der Männer 10:40 Uhr MESZ.
Live-Übertragung läuft bei der BBC, in Deutschland per Stream bei verschiedenen Anbietern. Für die Ziellinie auf The Mall plant man mit den ersten Männern gegen 11:40 Uhr Ortszeit – also kurz vor 13 Uhr deutscher Zeit. Wer mitfiebert: Ausdauer-Training und gutes Auge für Splits zahlen sich aus. Bei 5K-Splits um 14:30 wird es Weltrekord, alles darüber wird „nur“ ein sehr schnelles London-Rennen.
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Redaktion Evernine Media / IBS Publishing ››
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Quelle Titelbild: Pexels / RUN 4 FFWPU






