Ein einzelner weißer Trailrunning-Startnummernlappen aus Stoff ohne Ziffern und ohne Logo, schräg in der Bildmitte auf Cyan, ein klar benennbares Objekt

L’Hirondel knackt 22 Stunden, Dhiman unter 19 beim UTMB

4 Min. Lesezeit

Blandine L’Hirondel gewinnt den UTMB 2026 in 21:54 Stunden als erste Frau unter 22 Stunden, Ben Dhiman läuft in 18:16 Stunden als erster Mann unter 19 Stunden ins Ziel. Beide Zeiten wertet der Veranstalter nicht als Rekord, weil Gewitter den Start verschoben und die Runde verkürzt hatten. Courtney Dauwalter und Vincent Bouillard steigen in der Nacht aus.

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Kurzer Sprint

  • ▸ Blandine L’Hirondel gewinnt in 21:54:49. Erste Frau unter 22 Stunden auf der gekürzten Runde.
  • ▸ Ben Dhiman läuft 18:16:29. Erster Mann unter 19 Stunden, ohne Streckenrekord.
  • ▸ Courtney Dauwalter steigt am Lac Combal aus, Vincent Bouillard zwischen Col de la Seigne und Lac Combal.
  • ▸ Ruth Croft sagt zwei Tage vor dem Start ab.
  • ▸ Lauren Gregory gewinnt den OCC drei Sekunden vor Naomi Lang.

L’Hirondel nimmt die Rampe

Der UTMB ist die Runde um den Mont Blanc durch Frankreich, Italien und die Schweiz: rund 174 Kilometer, Freitagabend bis Samstagnachmittag, das Finale einer ganzen Rennwoche in Chamonix, zu der auch die kürzeren Rennen OCC und CCC gehören. Blandine L’Hirondel hat OCC 2021 und CCC 2022 gewonnen, 2023 war sie Dritte auf der langen Distanz.

Am Samstagnachmittag kommt sie über die Rampe, die letzte Steigung durch die Innenstadt von Chamonix, nach 21 Stunden und 54 Minuten. Keine Frau war auf dieser Runde je unter 22 Stunden, auch wenn die Runde diesmal wetterbedingt kürzer war.

Rachel Entrekin, die im Frühjahr das 250-Meilen-Rennen Cocodona in Arizona gewonnen hat, kommt 21 Minuten später. Emily Schmitz folgt gut anderthalb Minuten dahinter.

Dhiman allein nach Hause

Ben Dhiman führt nach der ersten großen Steigung. 2025 war er Zweiter, 33 Minuten hinter Tom Evans. Diesmal bleibt er vorn, auch nach einem gebrochenen Stock in der Nacht.

Nach 18 Stunden und 16 Minuten ist er in Chamonix, als erster Mann unter 19 Stunden. Baptiste Chassagne wird mit rund 30 Minuten Rückstand Zweiter, Caleb Olson eine Minute dahinter Dritter.

Dass keine der beiden Zeiten als Streckenrekord zählt, liegt am Wetter: Gewitter schoben den Start um zwei Stunden nach hinten. Der Veranstalter nahm die Pyramides Calcaires aus der Runde, einen Hochabschnitt auf der italienischen Seite. Die Runde war kürzer und die Zeiten die schnellsten je gelaufenen; einen offiziellen Rekord gibt es dadurch nicht.

Croft bleibt vor dem Start

Am Mittwoch, 26. August, schreibt Ruth Croft, sie werde am Freitag nicht am Start stehen. Die Fitness sei da, Herz und Kopf wollten woanders sein, schreibt sie in ihrer Absage; die Entscheidung sei hart und trotzdem klar.

Croft kommt als Siegerin von 2025. Zwei Tage vor dem UTMB-Start fehlt damit die Titelträgerin; Kilian Jornet, Jim Walmsley und Tom Evans hatten schon früher abgesagt. Ohne diese vier geht das Rennen ohne seine bekanntesten Namen los.

Dauwalter und Bouillard steigen aus

Courtney Dauwalter hat 2019, 2021 und 2023 gewonnen. Gegen 4 Uhr morgens endet ihre Spur am Lac Combal, bei etwa Kilometer 68. Eine Begründung veröffentlicht sie nicht.

Vincent Bouillard, Sieger 2024, bricht in derselben Nacht. Zwischen Col de la Seigne und Lac Combal ist er raus. Rod Farvard und Josh Wade stoppen dort in derselben halben Stunde.

Mit Dauwalter, Bouillard, Farvard und Wade scheiden in derselben Nacht vier Favoriten aus; wer in Chamonix ankommt, hat die zweite Hälfte durchgehalten.

Drei Sekunden nach 61 Kilometern

Schon der Donnerstag hatte gezeigt, wie knapp diese Woche ausfällt. Beim OCC, dem 61-Kilometer-Rennen von Orsières nach Chamonix, gewinnt Lauren Gregory nach gut sechs Stunden mit drei Sekunden Vorsprung auf Naomi Lang.

Bei den Männern gewinnt Frédéric Tranchand mit gut vier Minuten Vorsprung auf Nashon Kiplimo.

Am Freitag gewinnt Yngvild Kaspersen den CCC, die 100-Kilometer-Runde von Courmayeur über Champex nach Chamonix, zum zweiten Mal. Cristian Minoggio holt die Männerwertung. Die letzten Kilometer laufen im Regen, während in Chamonix schon die UTMB-Elite vorgestellt wird.

Der Veranstalter führt keine Rekorde aus dieser Ausgabe: L’Hirondel und Dhiman liefen die schnellsten je gemessenen Zeiten auf einer verkürzten Runde. Offen bleibt Dauwalters Begründung für den Ausstieg.

Cool-down

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Wer hat den UTMB 2026 gewonnen?
Blandine L’Hirondel in 21:54:49 und Ben Dhiman in 18:16:29, beide auf der wegen Gewitter verkürzten Runde und deshalb ohne Rekordwertung. Entrekin und Schmitz folgen bei den Frauen, Chassagne und Olson bei den Männern.
Ist Courtney Dauwalter ausgeschieden?
Ja. Der Ausstieg liegt am Lac Combal gegen 4 Uhr, bei etwa Kilometer 68. Vincent Bouillard ist in derselben Nacht raus. Eine öffentliche Begründung fehlt.
Zählt Dhimans Zeit als Streckenrekord?
Nein. Schnellste gelaufene Zeit, erste unter 19 Stunden. Offiziell ohne Rekord, weil Start und Strecke wetterbedingt geändert wurden. Die Pyramides Calcaires fielen raus.
Wann startete der UTMB 2026 wirklich?
Freitag, 28. August, 19:45 Uhr in Chamonix. Ursprünglich war der Start für 17:45 Uhr angesetzt, das Gewitter verschob ihn um zwei Stunden; die Zeitmessung läuft ab der neuen Startzeit.
Wie knapp fiel der OCC aus?
Drei Sekunden. Lauren Gregory 6:08:07, Naomi Lang dahinter. Der Lauf liegt auf Donnerstag, 27. August.

Bildquelle: KI-generiert (August 2026)