Athlet mit Stabhochsprungstange auf dem Feld

Duplantis holt 6,21 Meter vor Karalis am See

4 Min. Lesezeit

Armand Duplantis gewinnt das City Event in Ouchy mit 6,21 Metern. Emmanouil Karalis bleibt mit 6,16 Metern nah. World Athletics nennt das Duell historisch.

Kurzer Sprint

  • Donnerstag am See: Duplantis gewinnt das City Event in Ouchy mit 6,21 Metern, Meetingrekord.
  • Karalis bleibt nah: 6,16 Meter, zweite Karrierehöhe hinter 6,17. Nur drei Springer waren je so hoch.
  • Bis 6,01 ohne Fehler: Beide Karten sauber, beide lassen 6,11 aus. Danach entscheidet der erste Versuch.
  • Podium darunter: Marschall, Guttormsen und Nilsen teilen 5,91 Meter. Duplantis bricht 6,32 nach zwei Versuchen ab.
  • Der Satz danach: Er sei müde, sagt Duplantis. Und froh. Das Feld habe ihn gezwungen, nachzulegen.

Vor dem Athletissima-Meeting steht der Anlauf am Genfersee. World Athletics nennt das Duell historisch. Duplantis verbessert seinen eigenen Meetingrekord von 6,15 aus dem Jahr 2024. Karalis antwortet so hoch, dass nur er, Duplantis und Renaud Lavillenie diese Marke je genommen haben.

Das City Event liegt an der Place de la Navigation in Ouchy, am Vorabend des Athletissima-Meetings in der Pontaise. Der Anlauf ist draußen. Das Publikum steht näher als auf der Tribüne. Höhe bleibt die einzige Währung.

6,21 Meter ohne Fehlversuch

Bis 6,01 Meter bleiben beide Karten sauber. Dann lassen Duplantis und Karalis 6,11 aus. Bei 6,16 reißt der Grieche den ersten Versuch. Duplantis nimmt die Höhe im ersten Anlauf und schiebt den Meetingrekord um einen Zentimeter. Karalis kommt im zweiten Versuch nach.

Die Latte steigt auf 6,21. Duplantis nimmt sie wieder im ersten Versuch. Karalis hat zwei Anläufe dort, legt den letzten auf 6,26 und reißt. Erst dann ist der Sieg klar. Duplantis versucht 6,32 Meter, eine Höhe, die seinen Weltrekord aus Uppsala im März um einen Zentimeter überboten hätte. Nach zwei Versuchen ist Schluss.

Nur Duplantis selbst ist je höher gegangen als diese 6,21 Meter. Die Serie bis dorthin bleibt ohne Fehlversuch. Das ist kein Show-Sprung über den See. Das ist eine saubere Karte unter freiem Himmel.

Karalis antwortet mit 6,16

Emmanouil Karalis bleibt bis 6,01 ohne Fehler und holt 6,16 Meter. World Athletics ordnet das als zweitbeste Höhe seiner Karriere ein, hinter 6,17 Metern. Damit steht er weiter auf Platz zwei der ewigen Weltliste, hinter Duplantis.

Karalis selbst sagt nach dem Wettkampf, alle seien hoch gesprungen. Es sei schön, eine gute Show zu liefern. Der Satz klingt leicht. Die Leistung ist es nicht: World Athletics nennt 6,16 die höchste je verlorene Marke, zehn Zentimeter über dem bisherigen Wert.

Genau darin liegt das Duell. Karalis zwingt Mondo, die Latte zu heben. Duplantis sagt später, er liebe den Wettkampf gegen Manolo, besonders wenn der Grieche in Bestform sei. Höhe sei das, wofür er gemacht sei.

Der Anlauf am See trägt Höhe

Straßenstabhochsprung klingt nach Kulisse. Die Ergebnisse widersprechen dem. Drei Springer nehmen 5,91 Meter. Zwei gehen über 6,15. Der Anlauf am See trägt dieselben Höhen wie eine Bahn im Stadion, nur mit weniger Abstand zum Publikum.

2024 hatte Duplantis hier 6,15 Meter geholt. Diese Marke war der Meetingrekord. Jetzt liegt sie bei 6,21. Der Ort bleibt Ouchy. Duplantis bringt die Restladung mit.

Duplantis sagt, das Niveau im Stabhochsprung lasse niemanden locker. In Ouchy müsse er nachlegen, weil das Feld so hoch sei. Müde, aber gut. Genau diese Mischung macht den Abend lesbar: Restladung plus Gegner, die nicht abspringen.

Drei bleiben bei 5,91 Metern

Vor dem Duell teilen drei Springer 5,91 Meter. Kurtis Marschall wird Dritter, Sondre Guttormsen Vierter, Chris Nilsen Fünfter, entschieden über die Fehlversuche.

Lavillenie gehört zu den drei Springern, die 6,16 Meter je genommen haben. An diesem Abend bleibt die Spitze ein Zweikampf.

Die Diamond League läuft am Freitag in der Pontaise weiter. Der Donnerstag hat seinen eigenen Sieger schon gefunden, ohne Stadiondach, mit Latte über dem See.

Was im Tank blieb

Duplantis liefert den ehrlichsten Satz selbst. Er sei müde. Er fühle sich trotzdem gut. Das Feld habe so hoch gesprungen, dass er nachlegen musste. Der Wettkampf liegt gerade hinter ihm. Es ist ein Start mit Restladung.

Für dein eigenes Training gilt dieselbe Reihenfolge. Nach einem harten Wettkampf folgt ein dosierter Test. Kürzer, klarer, mit einer Höhe, die du wirklich nehmen willst. Ein verbrannter Anlauf kostet eine Wiederholung. Er liefert dir trotzdem eine klare Rückmeldung.

Karalis geht 6,16 und verliert. Duplantis geht 6,21 und bricht 6,32 ab. Beide Lesarten sind brauchbar: Der eine bleibt nah genug, um den Favoriten zu heben. Der andere hört auf, wenn die Restladung für den Weltrekord nicht mehr reicht. Höhe vor Umfang. Technik vor neuem Reiz.

Cool-down

Klick auf eine Frage um die Antwort aufzuklappen.

Wie hoch ist Duplantis in Ouchy gesprungen?
6,21 Meter im ersten Versuch, Meetingrekord. Zuvor nahm er 6,16 ebenfalls im ersten Anlauf. 6,32 Meter bricht er nach zwei Versuchen ab.
Was sprang Karalis konkret?
6,16 Meter im zweiten Versuch, hinter seiner Karrierebesten von 6,17. World Athletics führt ihn damit weiter auf Platz zwei der ewigen Liste.
Wer stand hinter den beiden auf dem Podium?
Kurtis Marschall wird Dritter mit 5,91 Metern. Guttormsen und Nilsen nehmen dieselbe Höhe und liegen über die Fehlversuche dahinter.
Hat Duplantis den Weltrekord angegriffen?
Er legt 6,32 Meter auf, eine Höhe einen Zentimeter über seinem Weltrekord aus Uppsala im März. Nach zwei Versuchen bricht er ab.
Was nimmst du aus zwei Starts in einer Woche mit?
Nach einem harten Wettkampf bleibt der nächste Start ein Test der Restladung. Kürzer, präziser, mit einer klaren Höhe. Der Aufbau folgt in einem eigenen Trainingsblock.
Tobias Massow

Autor
Redaktion InspiredBySports
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Quelle Titelbild: Pexels / Vlad Vasnetsov (px:2310500)