Padel-Tennis: So starten Sie im Trendsport richtig durch

Padel-Tennis ist der am schnellsten wachsende Sport in Europa. Deutschland hat über 700 Courts und zählt über 50.000 registrierte Spieler.
Warum Padel so süchtig macht
Tennis hat ein Problem: Es dauert Monate, bis Anfänger vernünftige Ballwechsel spielen können. Padel löst dieses Problem elegant. Der Court ist kleiner (20 × 10 Meter statt 23,77 × 10,97 Meter), der Schläger hat keine Saiten (sondern eine perforierte Oberfläche) und die Glaswände halten den Ball im Spiel. Das Ergebnis: Bereits nach einer halben Stunde können Anfänger lange Rallyes spielen.
Gleichzeitig hat Padel eine enorme taktische Tiefe. Die Wände eröffnen Winkel, die es im Tennis nicht gibt. Profis nutzen „Viboras“ (aggressive Überkopf-Schläge gegen die Wand), „Bandeja“-Volleys und „Par 3″-Lobs mit chirurgischer Präzision. Die Lernkurve ist flach am Anfang – und steil, wenn man besser werden will.
Die Regeln in 60 Sekunden
Court: 20 × 10 Meter, umgeben von Glaswänden (Höhe: 3-4 Meter) und Metallgitter
Teams: Immer Doppel (2 gegen 2)
Aufschlag: Von unten, wie beim Squash – kein Überkopf-Aufschlag
Zählung: Identisch mit Tennis (15, 30, 40, Spiel)
Besonderheit: Der Ball darf nach dem Aufprall die Glaswand berühren und weitergespielt werden
Match: Best of 3 Sätze (je 6 Spiele mit Tiebreak)
Der Deutschland-Boom in Zahlen
Die Zahlen sind beeindruckend. 2020 gab es in Deutschland weniger als 100 Padel-Courts. Ende 2025 waren es über 600. Für 2026 werden über 800 erwartet. Der Deutsche Padel Verband (DPV) zählt mittlerweile über 50.000 registrierte Spieler – die tatsächliche Zahl der Gelegenheitsspieler liegt Schätzungen zufolge bei 200.000-300.000.
Prominente Investoren treiben den Boom: Thomas Müller hat in eine Padel-Anlage in München investiert, Rafael Nadal (selbst begeisterter Padel-Spieler) betreibt Anlagen in Spanien und plant Expansionen nach Deutschland und die Fitnesskette McFIT integriert Padel-Courts in ausgewählte Standorte.
Wo kann man in Deutschland Padel spielen?
Die größten Padel-Zentren nach Region:
München: Padel City München (12 Courts), Padelbox München, TSV 1860 München
Hamburg: Padel Hamburg City (8 Courts), Padel Club Wandsbek
Berlin: Padel Berlin Tempelhof (10 Courts), Beach Mitte Padel
Frankfurt: Padel Rhein-Main (6 Courts), Padel Frankfurt Sachsenhausen
Köln: Padel Cologne (8 Courts), Kölner Padel Club
Ausrüstung und Kosten
Schläger: Einsteigermodelle ab 50 Euro (Empfehlung: 80-120 Euro). Top-Marken: Head, Bullpadel, Nox, Adidas.
Bälle: Spezielle Padel-Bälle (geringerer Druck als Tennisbälle), ca. 5 Euro für 3 Stück
Court-Miete: 20-50 Euro/Stunde (für 4 Spieler = 5-12,50 Euro pro Person)
Schuhe: Tennisschuhe mit Sandplatz-Profil funktionieren, spezielle Padel-Schuhe ab 60 Euro
Redaktion IBS Publishing ››
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Quelle Titelbild: Pexels / Ercan Evcimen
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