Indoor Padel-Court mit blauem Boden

Padel-Tennis: So starten Sie im Trendsport richtig durch

Pfeil zeigt Richtung für Hyrox-Training: Vorbereitung auf den Wettkampf.

AUTOR:

Elias Kollböck

 

Das Wichtigste in Kürze

  • Padel ist der am schnellsten wachsende Sport in Europa – über 35 Millionen Spieler weltweit
  • Deutschland hat über 700 Courts (2020: unter 100), Tendenz stark steigend
  • Gespielt wird ausschließlich im Doppel auf einem 20 × 10 m Court mit Glaswänden
  • Einstiegshürde sehr niedrig: Nach 30 Minuten können Anfänger rallyen

 

Warum Padel so süchtig macht

Tennis hat ein Problem: Es dauert Monate, bis Anfänger vernünftige Ballwechsel spielen können. Padel löst dieses Problem elegant. Der Court ist kleiner (20 × 10 Meter statt 23,77 × 10,97 Meter), der Schläger hat keine Saiten (sondern eine perforierte Oberfläche), und die Glaswände halten den Ball im Spiel. Das Ergebnis: Bereits nach einer halben Stunde können Anfänger lange Rallyes spielen.

Gleichzeitig hat Padel eine enorme taktische Tiefe. Die Wände eröffnen Winkel, die es im Tennis nicht gibt. Profis nutzen „Viboras“ (aggressive Überkopf-Schläge gegen die Wand), „Bandeja“-Volleys und „Par 3″-Lobs mit chirurgischer Präzision. Die Lernkurve ist flach am Anfang – und steil, wenn man besser werden will.

 

Die Regeln in 60 Sekunden

Court: 20 × 10 Meter, umgeben von Glaswänden (Höhe: 3-4 Meter) und Metallgitter
Teams: Immer Doppel (2 gegen 2)
Aufschlag: Von unten, wie beim Squash – kein Überkopf-Aufschlag
Zählung: Identisch mit Tennis (15, 30, 40, Spiel)
Besonderheit: Der Ball darf nach dem Aufprall die Glaswand berühren und weitergespielt werden
Match: Best of 3 Sätze (je 6 Spiele mit Tiebreak)

 

Der Deutschland-Boom in Zahlen

Die Zahlen sind beeindruckend. 2020 gab es in Deutschland weniger als 100 Padel-Courts. Ende 2025 waren es über 600. Für 2026 werden über 800 erwartet. Der Deutsche Padel Verband (DPV) zählt mittlerweile über 50.000 registrierte Spieler – die tatsächliche Zahl der Gelegenheitsspieler liegt Schätzungen zufolge bei 200.000-300.000.

Prominente Investoren treiben den Boom: Thomas Müller hat in eine Padel-Anlage in München investiert, Rafael Nadal (selbst begeisterter Padel-Spieler) betreibt Anlagen in Spanien und plant Expansionen nach Deutschland, und die Fitnesskette McFIT integriert Padel-Courts in ausgewählte Standorte.

 

Wo kann man in Deutschland Padel spielen?

Die größten Padel-Zentren nach Region:

München: Padel City München (12 Courts), Padelbox München, TSV 1860 München
Hamburg: Padel Hamburg City (8 Courts), Padel Club Wandsbek
Berlin: Padel Berlin Tempelhof (10 Courts), Beach Mitte Padel
Frankfurt: Padel Rhein-Main (6 Courts), Padel Frankfurt Sachsenhausen
Köln: Padel Cologne (8 Courts), Kölner Padel Club

 

Ausrüstung und Kosten

Schläger: Einsteigermodelle ab 50 Euro (Empfehlung: 80-120 Euro). Top-Marken: Head, Bullpadel, Nox, Adidas.
Bälle: Spezielle Padel-Bälle (geringerer Druck als Tennisbälle), ca. 5 Euro für 3 Stück
Court-Miete: 20-50 Euro/Stunde (für 4 Spieler = 5-12,50 Euro pro Person)
Schuhe: Tennisschuhe mit Sandplatz-Profil funktionieren, spezielle Padel-Schuhe ab 60 Euro

 

Häufig gestellte Fragen

Was ist Padel-Tennis?

Padel (oder Pádel) ist eine Rückschlagsportart, die auf einem kleineren, von Glaswänden umgebenen Court gespielt wird. Es wird ausschließlich im Doppel gespielt. Der Ball darf nach dem Aufprall die Glaswand berühren und weitergespielt werden – ähnlich wie beim Squash. Das macht Padel dynamischer und fehlerverzeihender als Tennis.

Wie viele Padel-Courts gibt es in Deutschland?

Stand 2026 gibt es in Deutschland über 700 Padel-Courts, verteilt auf rund 200 Anlagen. Die größten Wachstumsregionen sind München, Hamburg, Berlin und das Rhein-Main-Gebiet. 2020 waren es noch unter 100 Courts.

Was kostet eine Stunde Padel?

Eine Stunde Padel kostet in Deutschland zwischen 20 und 50 Euro pro Court (für 4 Spieler). Ein eigener Padel-Schläger ist ab ca. 50 Euro erhältlich, Premium-Modelle kosten 150-300 Euro.

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