Las Canteras – Wellenreiten das ganze Jahr
7 Min. Lesezeit
Las Canteras ist keine klassische Surferhölle mit abgelegenen Buchten und einsamen Take-Off-Zonen. Es ist etwas anderes: ein urbaner Strand, der Stadt und Strand verschmilzt, Surfer und Spaziergänger teilen sich den Raum und die Kraft der Atlantikwellen trifft auf das Flair von Las Palmas – und. Hier kannst du morgens deine ersten Cutbacks üben und mittags in einer Tapas-Bar in der Altstadt Vegueta sitzen, als wärst du nie nass geworden.
Das Wichtigste in Kürze
- Las Canteras ist ein Spot für Anfänger und Fortgeschrittene – dank natürlicher Felsbarriere und vielfältiger Wellenbedingungen
- Der Strand hat eine Länge von drei Kilometern – ideal für Surf und Sightseeing, aber auch für Fahrradfahrer und Kinder
- Einführungskurse am Oceanside Surf Camp Gran Canaria kosten ab 30 Euro – und liegen weniger als 50 Meter vom Wasser entfernt
- Die Altstadt Vegueta ist in 15 Minuten mit dem Bus erreichbar – perfekt für Kulturinteressierte nach der Surfsession
- Roque Nublo erreicht 2.000 Höhenmeter – ein Muss für alle, die Natur, Aussicht und Geschichte verbinden wollen
„Las Canteras ist nicht nur ein Surfsport – es ist ein Lifestyle, der Stadt und Strand verbindet.“
Ein Strand für alle Wellenreiter
Las Canteras ist kein abgeschiedener Geheimtipp mehr – er ist ein Bestandteil der Surfszene, der gleichzeitig offen bleibt. Der Strand erstreckt sich über drei Kilometer und wird von Einheimischen und Touristen gleichermaßen genutzt. Seine Lage direkt vor der Hauptstadt Las Palmas macht ihn besonders zugänglich, ohne dass er touristisch überhitzt wirkt. Du stehst im Wasser, hörst das Rauschen der Brandung und hinter dir liegen Cafés, Fahrradfahrer und Kinder, die Drachen steigen lassen.
Der nördliche Bereich des Strandes ist der Spot für Anfänger und Fortgeschrittene. Die natürliche Felsbarriere dämpft die Kraft der Atlantikwellen, sodass sie kontrolliert ans Ufer rollen. Das bedeutet Sicherheit für Neulinge – aber auch genug Herausforderung für Fortgeschrittene, die an Techniken wie Cutbacks und Bottom Turns arbeiten. Die Welle bricht hier oft langsam, was dir Zeit gibt, dein Timing zu finden. Gleichzeitig kannst du bei stärkerem Wind und Tide tiefer ins Offshore-Revier gehen, wo die Power zurückkehrt.
Laut lokalen Surflehrern ist die beste Zeit zum Surfen zwischen Oktober und März, wenn die Atlantikwellen am stärksten sind. In diesen Monaten erreichen die Swells regelmäßig zwei bis drei Meter Höhe – ideal für längere Rides. Aber auch im Sommer gibt es morgens, zwischen 7 und 10 Uhr, ruhige Bedingungen mit kleinen bis mittleren Wellen. Dann ist der Wind noch schwach, das Wasser glatt und du kannst deine Moves sauber üben. Die Vielfalt der Bedingungen für Wellenreiten und Erholung macht Las Canteras zu einem ganzjährigen Ziel.
Surfschulen direkt vor Ort
Wenn du neu bist, brauchst du keine weite Anreise – das Oceanside Surf Camp Gran Canaria liegt direkt am Strand, weniger als 50 Meter vom Einstieg entfernt. Das heißt: Sekunden von der Theorie in die Praxis. Kein langer Fußmarsch mit Brett unter dem Arm, kein Umziehen in kalten Kabinen. Du kommst, ziehst die Neoprenjacke an, hörst die kurze Einweisung – und bist schon im Wasser.
Die Schule setzt auf kleine Gruppen – maximal sechs Teilnehmer pro Kurs. Das garantiert individuelle Betreuung und schnelle Fortschritte. Die Trainer sind zertifiziert, viele von ihnen leben seit Jahren auf Gran Canaria und kennen jeden Abschnitt des Strandes wie ihre Westentasche. Sie erklären nicht nur, wie du aufstehst, sondern auch, wie du dich im Wasser orientierst, wann du paddeln sollst und wie du die Strömung liest. Theorie und Praxis werden eng verzahnt – morgens geht es um Grundlagen, nachmittags um Umsetzung.
Ein Einführungskurs kostet 30 Euro und beinhaltet Board, Neoprenanzug und drei Stunden Unterricht. Wer tiefer einsteigen will, bucht das 5-Tage-Paket für 120 Euro – inklusive Video-Feedback und persönlicher Technikanalyse. Viele Teilnehmer kommen aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden, aber auch Spanier nutzen die Schule, um ihre Skills zu verbessern. Das Camp ist kein kommerzieller Massenbetrieb – es fühlt sich an wie eine lokale Surfgemeinschaft, die dich einfach mitnimmt.
Wellen, Volleyball und mehr
Las Canteras ist kein eindimensionaler Strand – er ist ein multifunktionaler Raum für Bewegung, Spiel und Entspannung. Während im nördlichen Bereich des Strandes die Wellen für Surfer rollen, verwandelt sich der südliche Teil in eine Arena für Beachvolleyball. Hier findest du gepflegte Felder, stabile Netze und Teams aus aller Welt – mal spontan zusammengewürfelt, mal in organisierten Turnieren. Die Stimmung ist locker, der Fokus liegt auf Spaß statt auf Leistung.
Stand-Up-Paddling (SUP) ist hier besonders beliebt – besonders morgens, wenn das Wasser glatt wie Glas ist. Viele Surfer nutzen SUP, um ihre Balance zu verbessern, andere einfach, um die Küste aus einer neuen Perspektive zu sehen. Die Route führt vorbei an Felsformationen, kleinen Buchten und gelegentlich sogar Delfinen. Auch Schwimmen ist sicher möglich – besonders im geschützten Bereich nahe der Felsbarriere.
Am Wochenende gibt es oft Live-Musik – meist lokale Bands, die auf einfachen Podesten spielen. Die Musik mischt sich mit dem Wellengeräusch, manchmal tanzt jemand im Sand, ohne es zu merken. Es ist kein großes Event – es ist ein Moment. Und dieser Moment passiert hier regelmäßig – ein Teil des Lebensgefühls von Las Canteras. Der Strand ist keine Bühne für Touristen – er ist eine Bühne für Surfer, Spaziergänger und Kulturinteressierte, die sich den Raum teilen, ohne sich im Weg zu stehen.
Kultur und Natur in der Nähe
Las Canteras liegt direkt vor den Toren von Las Palmas – der Hauptstadt Gran Canarias. Die Altstadt Vegueta ist nur 15 Minuten mit dem Bus entfernt und bietet eine völlig andere Welt: enge Gassen, historische Gebäude aus dem 15. Jahrhundert, kleine Cafés und lokale Kunsthandwerker. Hier spürst du die Geschichte der Insel – von den spanischen Kolonialzeiten bis zu modernen kulturellen Einflüssen. Die Kathedrale Santa Ana und der Plaza de Santa Ana sind nur zwei Stationen eines Rundgangs, der sich zwischen Kolonialarchitektur und urbanem Leben bewegt.
Wer lieber in die Natur will, sollte den Felsen Roque Nublo nicht verpassen. Mit über 2.000 Höhenmetern thront er im Zentrum der Insel und ist ein Symbol für Gran Canaria. Die Aussicht von dort oben reicht bis zu den Bergen von Tamaimo – ein Panorama, das sich tief einprägt. Die Luft riecht nach Moos und Erde. Der Aufstieg ist moderat – etwa zwei Stunden hin und zurück – und führt durch das Naturreservat Nublo. Wer nicht wandern will, kann mit dem Bus bis zur Talstation fahren und den letzten Abschnitt zu Fuß gehen.
Die Kombination aus Stadt, Strand und Natur macht Las Canteras zu einem ganzheitlichen Erlebnis. Du surfst, du wanderst, du isst Tapas, du trinkst einen Cortado in einem Inselcafé – und du merkst, wie sich das Flair von Las Palmas – und mit dir verbindet. Es ist kein klassischer Surftrip – es ist ein Lebensgefühl, das du nicht planst, sondern lebst.
Praxisnahe Anreise und Unterkunft
Gran Canaria ist von vielen europäischen Metropolen aus in unter vier Stunden erreichbar. Der Flughafen liegt am Stadtrand und ist gut angebunden. Mit dem Bus oder Mietwagen gelangst du direkt zum Oceanside Surf Camp und weiter zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind zuverlässig – ein Tagesticket für den Bus kostet etwa 6 Euro. Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, findet ausreichend Parkmöglichkeiten in der Nähe des Strandes – einige Hotels bieten sogar Shuttle-Service.
Für die Unterkunft gibt es viele Optionen: Hostels in Las Palmas starten bei 30 Euro pro Nacht, Airbnb-Angebote bei 50 Euro. Viele Vermieter sind Einheimische und bieten Insider-Tipps. Im Winter (November bis März) gibt es oft Rabatte bis zu 20 Prozent – ein guter Grund, auch außerhalb der Hochsaison zu kommen. Die Preise sind im Vergleich zu anderen europäischen Surf-Destinationen günstig – besonders wenn du länger bleibst. Ein Monat in einer Ferienwohnung mit Meerblick kostet zwischen 800 und 1.200 Euro – inklusive WLAN, Küche und direktem Zugang zum Strand.
Die Infrastruktur ist gut ausgebaut – du findest Supermärkte, Apotheken, Surfgear-Shops und Cafés direkt am Strand. Wer sein eigenes Board mitbringt, kann es in den Shops wachsen und reparieren lassen. Die lokale Community ist offen – viele Surfer tauschen sich abends in den Bars aus, manche organisieren spontane Ausfahrten zu anderen Spots wie El Confital oder La Cícer. Las Canteras ist kein isolierter Spot – er ist ein Knotenpunkt der Surfszene auf Gran Canaria.
Häufige Fragen
Welche Wellenbedingungen bietet Las Canteras?
Las Canteras bietet zuverlässige Wellen, besonders im nördlichen Bereich des Strandes. Die Bedingungen für Wellenreiten und Erholung sind ganzjährig gut – ideal für Anfänger und Fortgeschrittene. Die natürliche Felsbarriere dämpft die Kraft der Atlantikwellen, was Sicherheit für Neulinge schafft – aber auch Herausforderung für Fortgeschrittene, die an Techniken wie Cutbacks und Bottom Turns arbeiten.
Gibt es Surfschulen direkt am Strand?
Ja, das Oceanside Surf Camp Gran Canaria liegt direkt am Wasser – weniger als 50 Meter vom Einstieg entfernt. Die Schule bietet Kurse für alle Niveaus und verbindet Theorie und Praxis effizient. Ein Einführungskurs kostet 30 Euro und beinhaltet Board, Neoprenanzug und drei Stunden Unterricht.
Welche Alternativen gibt es bei flauen Wellen?
Bei geringer Wellenhöhe lohnt sich ein Ausflug zum Felsen Roque Nublo. Mit 2.000 Höhenmetern bietet er spektakuläre Aussichten und ist ein Highlight für Kulturinteressierte und Strandläufer. Alternativ kannst du SUP ausprobieren, die Altstadt Vegueta erkunden oder in einem der vielen Cafés am Strand entspannen.
Wie erreicht man Las Canteras vom Flughafen?
Vom Flughafen am Stadtrand von Las Palmas gelangt man mit dem Bus oder Mietwagen direkt zum Strand. Ein Tagesticket für den Bus kostet etwa 6 Euro. Die Fahrt dauert etwa 30 Minuten – je nach Verkehrslage. Viele Hotels und Unterkünfte bieten zudem Shuttle-Service an.
Welche Unterkunftsoptionen gibt es?
Hostels in Las Palmas starten bei 30 Euro pro Nacht, Airbnb-Angebote bei 50 Euro. Viele Vermieter sind Einheimische und bieten Insider-Tipps. Im Winter gibt es Rabatte bis zu 20 Prozent. Für längere Aufenthalte sind Ferienwohnungen eine günstige Option – ab 800 Euro im Monat mit Meerblick und direktem Zugang zum Strand.
Quelle Titelbild: Pexels / FOTOGRAF
Auch verfügbar in






