Mountainbiker mit Helm steht neben seinem Fahrrad auf einem felsigen Wüstenhang unter dunklen Wolken.

Red Bull Rampage: Der Wind nimmt Godziek den Sieg

4 Min. Lesezeit

Szymon Godziek steht mit 90 Punkten an der Spitze, als der Wind über dem Hang bei Virgin auffrischt. Die Veranstalter warten mehrere Stunden auf ein ruhigeres Fenster, dann brechen sie das Männerfinale der Red Bull Rampage ab. Weil nicht jeder Fahrer seinen ersten Lauf bekommen hat, bleibt der Titel bei den Männern in diesem Jahr unbesetzt.

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Kurzer Sprint

  • ▸ Starke Böen stoppen das Männerfinale nach neun gewerteten Läufen.
  • ▸ Ohne ersten Lauf für alle Fahrer vergibt die Rampage keinen Sieg.
  • ▸ Szymon Godziek führt mit 90 Punkten und geht trotzdem ohne Titel heim.
  • ▸ Robin Goomes gewinnt bei den Frauen zum dritten Mal in Folge.

Neun Läufe, dann übernimmt der Wind

Zum 25. Geburtstag kehrt die Rampage an ihren Ursprung bei Virgin im US-Bundesstaat Utah zurück. Der Kurs verbindet die Linien aus den Anfangsjahren mit einem neuen oberen Abschnitt. Red Bull nennt das Gelände den höchsten Rampage-Kurs der Geschichte.

Wer dort oben in seine Linie rollt, hat schmale Grate aus rotem Wüstengestein unter den Reifen. Links und rechts fällt der Hang steil ab, jeden Absprung haben die Bauteams in Fels und Erde geformt. Auf diesen Graten entscheidet jeder Meter Flugbahn über die Landung. Der Wind erwischt die Fahrer dort zuerst.

Für das Männerfinale am 10. Oktober stehen 17 Fahrer auf der Liste. Der Tag beginnt nach Plan, die ersten Fahrer droppen in ihre selbst gebauten Linien.

Dann frischt der Wind aus nahen Gewittern auf. Red Bull nennt Böen von zeitweise über 32 Kilometern pro Stunde. Neun Fahrer haben zu diesem Zeitpunkt einen gewerteten ersten Lauf im Kasten.

Finley Kirschenmann fährt den Hang noch hinunter, lässt aber alle großen Elemente aus. Cam Zink und Talus Turk verzichten auf ihren Start, solange die Böen anhalten. Die Veranstalter warten mehrere Stunden auf ruhigere Luft und sagen den Rest des Finales dann ab.

Warum Godziek mit 90 Punkten keinen Titel bekommt

Beim Abbruch führt der Pole Szymon Godziek mit 90,00 Punkten. Dahinter liegen Jaxson Riddle und der Rookie Kade Edwards. Die Liste bleibt trotzdem nur ein Zwischenstand.

Der Grund steht im Regelwerk. Ein Sieger darf laut Brújula Bike nur gekürt werden, wenn jeder Teilnehmer die Chance auf mindestens einen ersten Lauf hatte. Mehrere Männer kamen gar nicht zum Fahren, also bleibt die Rampage bei den Männern ohne Champion.

Godziek sagt danach laut Red Bull, er sei froh, in einem Stück nach Hause zu fahren. Diese Rampage nennt er die größte Herausforderung seines Lebens. Für den zweiten Lauf hatte er nach eigener Aussage schon zusätzliche Tricks eingeplant.

Storch stürzt, Couderc holt den Trickpreis

Carson Storch stürzt in seinem ersten Lauf schwer und wird mit dem Hubschrauber abtransportiert. Ärzte geben ihn später frei, danach kehrt er zur Strecke zurück. Die Fahrer wählen ihn für den Kelly McGarry Spirit Award.

Die Sonderpreise vergibt Red Bull trotz des Abbruchs. Paul Couderc bekommt den Preis für den besten Trick, einen Backflip über einen Flat Drop. Sein Bauteam um Louis Reboul und Jeremy Berthier gewinnt den Preis für die beste Bauarbeit, Kade Edwards den Stilpreis.

Goomes gewinnt als Erste dreimal in Folge

Die Frauen fahren ihr Finale vor dem Männertag zu Ende. Robin Goomes aus Neuseeland gewinnt mit 93,50 Punkten, Hannah Bergemann aus den USA wird mit 92,75 Punkten Zweite. Kein Fahrer und keine Fahrerin hat die Rampage zuvor dreimal hintereinander gewonnen.

Den Ausschlag gibt ihr zweiter Lauf. Goomes zeigt laut Red Bull den ersten Step-down-Backflip der Frauen-Rampage und den ersten Flatspin 360 im Frauenfeld. Bergemann bleibt damit knapp hinter ihr.

Kirsten Van Horne aus Kanada komplettiert das Podium. Bergemann beschreibt, was die Rampage von anderen Rennen trennt: Männer und Frauen bauen den Kurs gemeinsam.

Wertung Platz Name Punkte
Frauen 1 Robin Goomes (NZL) 93,50
Frauen 2 Hannah Bergemann (USA) 92,75
Frauen 3 Kirsten Van Horne (CAN) 86,50
Männer, Zwischenstand 1 Szymon Godziek (POL) 90,00
Männer, Zwischenstand 2 Jaxson Riddle (USA) 85,87
Männer, Zwischenstand 3 Kade Edwards (GBR) 84,12

Quelle: Red Bull und Brújula Bike, Ergebnisse der Red Bull Rampage im Oktober 2026. Die Männerwertung ist wegen des Abbruchs nicht offiziell.

Ein Jahr ohne Champion ist die ehrlichere Lösung

Die Rampage lebt davon, dass Fahrer Linien wählen, die sonst niemand fährt. Ein Sieger aus einem halben Feld hätte genau die Fahrer bestraft, die auf ruhigere Bedingungen gewartet haben. Zink und Turk bleiben oben stehen. Das Regelwerk macht ihnen daraus keinen Nachteil.

Dieselbe Abwägung kennt jeder, der im Bikepark vor einer großen Kante steht. Seitenwind versetzt das Rad in der Luft. Die Landung liegt dann nicht mehr dort, wo sie geplant war. Wer gerade vom Trail in den Bikepark wechselt, merkt das an kleinen Sprüngen zuerst.

Blick, Bremspunkt und Linie entscheiden auch abseits von Utah über den sauberen Lauf, das zeigt unser Stück zur Trailtechnik auf dem Mountainbike. Die Rampage zeigt nur die extreme Version davon. In diesem Jahr endet sie ohne Siegerfoto, weil die Veranstalter die Sicherheit der Fahrer über die Wertung stellen.

Cool-down

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Wer hat die Red Bull Rampage 2026 gewonnen?
Bei den Frauen gewinnt Robin Goomes aus Neuseeland mit 93,50 Punkten, ihr dritter Titel in Folge. Bei den Männern gibt es keinen Sieger. Das Finale am 10. Oktober wurde wegen starker Böen abgebrochen.
Warum zählt die Führung von Szymon Godziek nicht?
Nach dem Regelwerk wird ein Sieger nur gekürt, wenn jeder Fahrer die Chance auf mindestens einen ersten Lauf hatte. Beim Abbruch waren mehrere Fahrer noch nicht gestartet. Godziek lag mit 90,00 Punkten vorn, der Stand bleibt aber inoffiziell.
Wo fand die Rampage 2026 statt?
Die Rampage kehrte zum Jubiläum an ihr ursprüngliches Gelände bei Virgin in Utah zurück. Zu den Linien aus den Anfangsjahren kam ein neuer oberer Abschnitt. Red Bull nennt den Kurs den höchsten der Eventgeschichte.

Bildquelle: KI-generiert (Oktober 2026)