Burning Legs in der Toskana: Saisonauftakt mit dem Rennrad

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Wie startet man am besten in die Sommer-Rennrad-Saison und baut seine Form auf? Man mietet sich mit seinen Freunden ein Haus in Italien und versucht, alle Anstiege in der mit dem Fahrrad erreichbaren Umgebung zu bezwingen – das hat jedenfalls unser Experte Stefan Weindl gemacht.

Dieses Jahr führte uns die Reise in ein Paradies für Rennradfahrer: die Küste Liguriens von San Remo bis La Spezia. Direkt am Meer beginnen die Berge und Anstiege, und im Hinterland gibt es nahezu keinen Verkehr auf den Straßen. Ein Zeichen, dass man die richtige Gegend gewählt hat, ist die Dichte an geschlungenen Straßen mit Serpentinen auf der Karte.

 

Mit mehr oder weniger bergtauglichen Rädern erkundeten wir also die kleinen Straßen rund um Aulla. Um eine schöne Runde zu planen, nutzten wir die Software unserer GPS-Geräte, bekannte Online Portale und Google Streetview, wo das italienische Straßennetz beinahe vollständig erfasst ist. Viele Anstiege mit Steigerungsverlauf sind auf https://www.cyclingcols.com/ zu finden. Die Qualität der Straßen ist leider das größte Manko der Region. Meist ist der Asphalt rau und die Straßen sind mit Schlaglöchern gespickt.

 

Von den schlechten Straßen abgesehen, bietet die Toskana alles, was das Radler-Herz höher schlagen lässt. Die Versorgung mit Wasser auf den Touren ist unproblematisch, da in Restaurants und Bars die Flaschen bereitwillig aufgefüllt werden. In diesem Jahr sahen wir zum ersten Mal öffentliche Trinkwasser-Stationen, an denen man für 5 Cent einen Liter gekühltes Trinkwasser bekam.

Your Expert 

Unsere beiden Highlight-Touren gingen ans Meer. Die eine Tour über die Berge nach Carrara, das weltweit für seinen Marmor bekannt ist. Die andere unternahmen wir nach La Spezia, um die Küstenstraße der Cinque Terre abzufahren. Diese bietet spektakuläre Ausblicke, schnelle Abfahrten und steile Anstiege. Man sollte es sich nicht entgehen lassen, auch einen der kleinen Orte auf dem Weg zu besuchen. Wir nahmen deshalb 100 Extra-Höhenmeter auf uns, um nach Vernazza abzufahren. Die verwunderten Blicke der anderen Touristen sind einem sicher, wenn man seinen Cappuccino im Radoutfit an der Hafenmole trinkt.

 

Über diverse Anbieter werden organisierte Trainingslager in Ligurien geboten. Der Planungsaufwand für eine solche Woche ist jedoch absolut überschaubar, und die Anzahl an schönen Häuser im bergigen Hinterland groß. Nach einer Woche mit 11.000 Höhenmeter (und einem Ruhetag) ist man perfekt für jeden Alpenpass gerüstet, den man sich für die Saison vorgenommen hat.

 

 

Quelle Titelbild: Stefan Weindl

STATEMENT

Eine Woche Trainingslager in Ligurien ist ideal, um die malerische Landschaft Norditaliens zu erkunden und sich für die bevorstehende Rennrad-Saison fit zu machen.

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