Schneller, weiter, stärker: die lauernde Gefahr des Übertrainings

AUTOR:

IBS Publishing Team

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Beim Sport über die physischen und psychischen Stränge zu schlagen, dem Körper immer mehr zumuten, ohne ihm ausreichend Zeit zur Regeneration und Erholung zu erlauben, birgt die unausweichliche Gefahr des Übertrainings.

Was ist Übertraining? – Ursachen

Übertraining ist die Folge mangelnder Regeneration nach einer überstrapazierenden sportlichen Aktivität. In einer Gegenüberstellung überwiegt in der Summe die Belastung des Körpers gegenüber der regenerativen Erholung. Das bedeutet auch: Symptome von Übertraining können jeden – Hobby- bis Hochleistungssportler – unabhängig von seinem Leistungsniveau ereilen. Trotzdem sind es gerade die übereifrigen Anfänger und ehrgeizigen Sportaffinen, die durch die übermäßige Missachtung ihres körperlichen Limits, den Ge-fahren des Übertrainings unmittelbar ausgesetzt sind.

Übertraining erkennen – Symptome

Immerhin kann Übertraining auch selbst diagnostiziert werden. Das erste Warnsignal, das der Körper dem Gehirn im Falle einer Überbelastung schickt, ist: „Ich kann nicht mehr“ und „Ich will aufhören“. Arbeitet der Körper jenseits seiner Leistungsgrenzen, sind Veränderungen auf einer körperlichen und emotionalen Ebene die Folge:

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Übertraining führt zu verminderter Belastbarkeit. (Quelle: Pexels / Victor Freitas)

Beharrliche Apathie, Lethargie und Müdigkeit

Übertraining betrifft das gesamte Wohlbefinden. Permanente Müdigkeit – schon vor Beginn des Trainings – führt zu eingeschränkter Konzentrationsfähigkeit und diese wiederum zu andauernder Reizbarkeit und schließlich zu schlechter Laune und im schlimmsten Fall sogar depressiven Phasen.

Leistungsminderung und eingeschränkte Belastbarkeit

Dieser Aspekt geht Hand in Hand mit den zuvor genannten psychischen Veränderungen. Bei einer Ermüdung des Körpers, kann der bisher gewohnte Leistungsstandard nicht eingehalten werden. Übungen werden nicht mehr effektiv ausgeführt, sondern allenfalls überstanden. Leistungsfortschritte sind damit ausgeschlossen.

Gelenkschmerzen und „schwere Beine“ schon während dem Training

Ist der Muskelkater nach intensiven Kraftübungen meistens unausweichlich, stellen Schmerzen und Beschwerden schon während des Trainings ein Risiko im Hinblick auf das Übertraining dar.

Übertraining heilen – Behandlung

Die Behandlung von Übertraining ist so naheliegend wie simpel: das Training unverzüglich stoppen. Dem Körper soll wieder Gelegenheit zur Regeneration gegeben werden. Muskelmasse muss heilen, bevor sie wachsen kann.

Das wichtigste zur Vorbeugung von Übertraining ist die Akzeptanz seiner körperlichen Leistungsgrenzen und das Verständnis der physischen und psychischen Unversehrtheit Vorrang vor dem sportlichen Ehrgeiz einzuräumen.

Mit diesen Tipps von Personaltrainer Dr. Konrad Koczwara könnt ihr Übertraining vermeiden. (Quelle: YouTube / LivingHealthyChicago)

Statement

Ausgewogene Trainingseinheiten sind das A und O. Gebietet man seinem Körper nicht ausreichend Gelegenheit zur Regeneration, erreicht man im Training keine Fortschritte und wird zudem mit dem Abbau des bisherigen Belastbarkeitsstandards bestraft. Erst die ausreichende Erholung begünstigt realisierbare Erfolge im Leistungsniveau.

Quelle Titelbild: iStock / Tero Vesalainen



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