Slackline – Der neue Trendsport für Balancetalente

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IBS Publishing Team

Wer kennt sie nicht? Die Sportler, die im Park auf wackeligen Seilen stehen und sich an halsbrecherische Kunststücken versuchen. Doch zum Slacken gehört viel mehr als nur Mut und ein guter Gleichgewichtssinn. Hier erfahrt ihr mehr über die sehr fordernde Sportart.

Die Basics des Slackens

Der Sportler wackelt noch etwas auf dem Kunstfaserband, doch dann fixiert er einen festen Punkt am Ende der Line und richtet sich erfolgreich auf. Slacken, wie die Profis es nennen, ist ein echter Balanceakt. Die Sportler versuchen sich auf einem der gespannten Bänder zu halten und einen der vielen Tricks für die Slackline erfolgreich durchzuführen. Das Problem dabei: Die Bänder sind nicht vollkommen gespannt. Sobald man sich versucht auf das Band zu stellen, gibt es nach. Dem Schwierigkeitsgrad entsprechend werden die zwischen drei und fünf Meter langen Bänder dann gespannt. Es gilt: Je lockerer die Slackline gespannt ist, desto schwieriger ist es sie zu kontrollieren. So kam sie auch an ihren Namen: Slackline bedeutet wörtlich „schlaffes Seil“.

Quelle: YouTube / Zachary Kenney

Slackline für Anfänger

Für Anfänger eignen sich deswegen vor allem straff gespannte Seile. So kriegen sie erst einmal ein Gespür für die Line und können sich an das wackelige Gefühl gewöhnen. Fortgeschrittene und Profis können sich dann an die 5 Meter-Lines wagen, die besonders hoch gespannt werden müssen, damit sie beim Durchhängen nicht den Boden berühren.

Ruhe ist gefragt

Neben einem guten Gleichgewichtssinn braucht man vor allem sehr viel Konzentration und Ruhe, um sich vollkommen auf seine Slackline zu konzentrieren. Auch wenn man erwartet, bei den waghalsigen Slacklines auf Adrenalin-Junkies zu treffen, wird man in dieser Annahme enttäuscht: Slacken ist Kopfsache. Ohne die nötige Ruhe fällt man auf jeden Fall von dem Band. Außerdem hat diese Art der Ruhe und Konzentration einen positiven Einfluss auf den Alltag, genau wie beim Yoga.

 

Neben der mentalen Forderung werden auch Muskelgruppen beansprucht, die beim herkömmlichen Training oft außen vor bleiben. Man entwickelt mehr Kraft, vor allem in den Beinen und dem Torso, um sich gerade auf dem Band zu halten. Außerdem ist Slacken ein toller Gruppensport. In vielen Städten versammeln sich begeisterte Sportler in Parks, um dem Slacklining nachzugehen. Allerdings machen einige Städte den Sportlern einen Strich durch die Rechnung. In Stuttgart beispielsweise ist es verboten, die Slacklines an Bäumen zu befestigen. Die Sportler müssen dann auf selbst mitgebrachte Holzpfähle oder andere Konstruktionen ausweichen. Doch da der Sport momentan so populär wird, überlegt die Stadt momentan, extra Säulen für die Slacker aufzustellen.

Quelle: YouTube/ Philip Bitnar

Statement

Slacken ist ein balance- und konzentrationsintensiver Sport, den man in jedem Park ausüben kann. Man erfährt viel über seinen Körper und lernt, Ruhe zu bewahren. Nur so und mit viel Ehrgeiz und Geduld kommt man an sein angestrebtes Ziel. Ein sehr meditativer Sport, der dabei noch Spaß macht.

Dieser Artikel basiert zu Teilen auf einem Beitrag der Stuttgarter Nachrichten.
Quelle Titelbild: iStock / Mauricio Santanna



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