Lasset die Spiele beginnen! Wir erklären euch die Sportart Jugger

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IBS Publishing Team

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Teamwork, Reaktionsvermögen und Konzentration sind gefragt! Die Sportart Jugger verbindet Elemente aus Individualsportarten wie Fechten mit Teamsportarten wie American Football. Ein sowohl technisch als auch taktisch anspruchsvoller Sport, der Schnelligkeit und Teamgeist voraussetzt. Wie das Ganze funktioniert, verraten wir euch im Folgenden.

Vom Filmsport zur etablierten Sportart

Die Sportart entwickelte sich aus dem Endzeit-Film „Die Jugger – Kampf der Besten“ aus dem Jahr 1989. Ursprünglich existierte die Idee, sich originalgetreu an dem Filmsport zu orientieren, doch schon bald entwickelte sich eine sportlich orientierte Fraktion und das erste Jugger Turnier fand im Jahr 1995 in Hamburg statt. Von diesem Zeitpunkt an stellten sich immer mehr Liebhaber des Sports heraus und die erste Deutsche Meisterschaft im Jugger wurde 1998 in Berlin ausgetragen. Seitdem findet sie jedes Jahr mit wechselnden Veranstaltern statt. Doch auch außerhalb von Deutschland konnte sich die Sportart durchsetzen. Vor allem in Spanien, den USA, Argentinien und Australien fanden viele Menschen Gefallen an dem Sport. Heutzutage werden jährlich knapp 50 Turniere ausgetragen mit Teilnehmern aus der ganzen Welt.

So spielt ihr Jugger

Beim Jugger treten zwei Mannschaften gegeneinander an. Eine Mannschaft setzt sich aus fünf Feldspielern und maximal drei Auswechselspielern zusammen. Ziel ist es, den Ball so oft wie möglich aus der Mitte zu erobern und den eigenen Läufer zu schützen, wenn er sich anschließend zum gegnerischen Tor begibt. Hierfür sind alle restlichen Spieler mit gepolsterten Stäben, auch Pompfen genannt, ausgestattet, mit denen sie sich verteidigen und den Gegner abschlagen können. Nur der Läufer alleine ist in der Lage, den Ball, auch Jugger genannt, aufzuheben und in das Tor zu platzieren, welches als Mal bezeichnet wird. Wenn man von einem Stab getroffen wurde, scheidet man für eine gewisse Zeit aus dem Spiel aus und muss dies kennzeichnen, indem man auf die Knie geht. Als gültiger Treffer zählt jede Berührung am ganzen Körper, ausgenommen jedoch von Hals, Kopf und Hände. Beim Ertönen eines Signaltons, darf der ausgeschiedene Spieler wieder ins Spiel eingreifen, jedoch variiert die Länge der Zwangspause je nachdem mit welchem Gegenstand man getroffen wurde.

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Das Spiel kennt keine Gnade. (Quelle: Jugger.org)

Das Spielfeld entspricht einem Achteck und besitzt eine Länge von 40×20 Metern. Zu Beginn des Spiels wird der Jugg in der Mitte auf der Grundlinie platziert. Die Teams müssen hierbei 2 Meter Abstand halten von der Mittellinie und nach Spielbeginn den Jugg so schnell wie möglich versuchen zu erobern.

Welcher Pompfen darf’s denn sein?

Es gibt im Jugger insgesamt 5 Pompfentypen: Kette, Q-Tip, Stab, Langpompfe und Kurzpompfe mit Schild. Die Spieler haben die Wahl und können sich je nach Spielstil die passenden Pompfen frei auswählen. Natürlich eignen sich für gewisse Spielformen unterschiedliche Utensilien. Das Regelwerk enthält jedoch keine genauen Angaben, wie die Pompfen auszusehen haben und lässt somit Platz für individuelle Anpassungen. So sind die Teilnehmer in der Lage, die Utensilien an ihre eigenen Bedürfnisse anzupassen und sogar neue Methoden im Jugger einzuführen.
Der Läufer hingegen darf keine Pompfe besitzen und ist auf die Rückendeckung seines Teams angewiesen. Beim Kontakt mit dem gegnerischen Läufer ist es erlaubt miteinander zu ringen, um sich durchzusetzen.

Actionreiche Ausweichaktionen sind beim Jugger vorprogrammiert! (Quelle: YouTube / Ragnarok Jugger)

Statement

Dieser Actionsport hat es in sich! Gemeinsam mit eurer Mannschaft könnt ihr euer Reaktionsvermögen, eure Schnelligkeit und euren Teamgeist unter Beweis stellen und die anderen Teams hinter euch lassen. Wer hat das größte Durchsetzungsvermögen, die beste Technik und die durchdachteste Taktik? Findet es heraus und lasset die Spiele beginnen.

Quelle Titelbild:  Jugger.de



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