Die Deutschen Fitnesstrends 2016

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Stimmen die deutschen Fitnesstrends mit den internationalen überein? Das fragte sich Prof. Dr. Theodor Stemper von der Universität Wuppertal und führte in Kooperation die erste B-2-B-Fitness-Trend-Befragung Deutschlands durch. Wir stellen die überraschenden Ergebnisse vor.

Das ACSM führte bereits ein „World Wide Survey“ durch und ermittelte so die internationalen B-2-B Fitnesstrends. Um zu sehen, ob die dort identifizierten Fitnesstrends auch die der Deutschen sind, befragte die Uni Wuppertal gemeinsam mit den Verbänden DFAV e.V. (Deutscher Fitness & Aerobic Verband) und BVGSD e.V. (Bundesverband Gesundheitsstudios Deutschland) rund 400 sogenannte Fitness-Professionals von 20 bis 60 Jahren. Zu Fitness-Professionals zählen Fitness Trainer, Mitarbeiter bzw. Leiter eines Studios, Personal Trainer oder auch Studenten und Lehrkörper mit der Fachrichtung Fitness&Gesundheit.

 

Den Befragten wurde in einem Fragebogen 30 Fitnesstrends vorgelegt, welche sie auf einer Likert-Skala von 1-10 einschätzen sollten. Davon waren 20 die durch das ACSM ermittelten weltweiten Trends, die um die wichtigsten fünf Trends der letzten drei Jahre sowie weitere fünf Trends, die das Autorenteam als relevant für Deutschland einschätzte, ergänzt wurden. Durch ergänzende Angaben konnten die Teilnehmer zudem eigene neue Begriffe mit in die Bewertung aufnehmen.

 

Die Ergebnisse der deutschen Befragung im Überblick

 

  • Qualifizierte Betreuung und gesundheitsorientierte Programme liegen an der Spitze der deutschen Fitnesstrends (Plätze 1, 2 und 4)
  • Trends bei denen die Arbeit mit und für den Körper im Vordergrund stehen belegen Platz 3 und 5
  • Trends wie „Functional Fitness“ (Platz 6) und „Betriebliche Gesundheitsförderung (BGM/BGF)“ (Platz 7)
  • Ab Platz 11 folgen Bereiche, bei denen sanfte Mobilität und Entspannung im Mittelpunkt stehen („Yoga“ auf Platz 11 und „Beweglichkeits- und Mobilitätsrollen“ auf Platz 13)
  • „Personal Training“ belegt nur den 16. Platz
  • Überraschend: Technische Assistenz durch „Wearables“ oder „Smartphone-Apps“ landen auf den hinteren Plätzen

 

Durch die Möglichkeit eigene Trends zu ergänzen, ließen sich vier neue bzw. spezifisch deutsche Trends identifizieren, die allesamt aus dem Bereich gesundheitsorientierter Fitness stammen und im weltweiten Ranking nicht auftauchen: Rehasport-Programme (Platz 8), Body&Mind (Platz 11), Präventionskurse (Platz 14) und Kooperation mit Ärzten (Platz 15).

 

Vergleich zu den weltweiten Ergebnissen der ACSM

 

Der auffälligste Unterschied der beiden Umfragen ist der Rang der Wearables. Bei den Deutschen abgeschlagen auf dem 18. Platz, belegt die technische Assistenz in der weltweiten Befragung den ersten Platz. Außerdem befinden sich unter den deutschen Top 5 lediglich zwei Top 5 Trends der ACSM Ergebnisse, dazu kommen drei, die dort nur die mittleren Ränge belegen:

 

  1. Ausbildungsqualität/ -standard von Fitnesstrainer/innen (weltweit: Platz 5)
  2. Fitnessprogramm für Ältere (weltweit Platz 8)
  3. Training zur Gewichtsreduktion (weltweit Platz 9)
  4. Gruppenfitness unter Anleitung (weltweit Platz 11)
  5. Training mit dem eigenen Körpergewicht (weltweit Platz 2)

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass im deutschen B-2-B Bereich eine deutliche Präferenz der Fitness-Professionals für hochwertige, gesundheitsorientierte Trainingsprogramme und für eine ebenso hochwertige, hochqualifizierte Betreuungsqualität im Gruppen- wie auch im Personal Trainings-Bereich vorliegt.

 

Quelle Titelbild: pixabay

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    Besonders überraschend finden wir das vergleichsweise schlechte Abschneiden der Wearables… Sind wir noch nicht ready für diesen neuen Trend oder sind die Wearables einfach noch nicht trendy genug?



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