Abgehobene Technik – Wie der Windkanal dem Menschen das Fliegen lehrte

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IBS Publishing Team

Das Gefühl des Freien Fall erleben, ohne dabei aus einem Flugzeug, tausende Meter über dem Boden springen zu müssen. Beim Indoor Skydiving fliegst du in einer kreisrunden verglasten Flugkammer, in der dich starke Ventilatoren mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 km/h wie einen Vogel in der Luft schweben lassen.

Durch die Luft gleiten, mit nichts als dem eigenen Körper. Der Traum vom Fliegen ist vermutlich so alt wie die Menschheit selbst. Immer schon sahen die Menschen in den Himmel hinauf und haben sich gewünscht, wie ein Vogel schwerelos durch die Lüfte gleiten zu können. Dank fortschrittlicher Technologie und mordernsten Anlagen kommen wir diesen Traum heute so nahe, wie noch nie zuvor.

 

Indoor Skydiving ist eine neue Trendsportart, die in speziell dafür entwickelten Röhren ausgeübt wird. Man schwebt in einem vertikalen Windtunnel, der es einem ermöglicht, mit einem künstlich erzeugten Luftstrom von bis zu 300 km/h wie ein Vogel in der Luft zu fliegen.

 

In Deutschland gibt es bereits mehrere solcher Anlagen. In München bietet zum Beispiel der hochmoderne Windtunnel der FlyStation Munich jedem die Möglichkeit sich den Traum vom Fliegen zu verwirklichen. Wie aber das Ganze funktioniert und welche Technik genau hinter so einer Anlage steckt, erfährst du hier am Beispiel des Windtunnels der FlyStation Munich.

FlyStation Munich – Ein Blick hinter die Kulissen

Bodyflying bedeutet wortwörtlich übersetzt „Körper-Fliegen“. Also den menschlichen Körper in kontrollierter Form in der Luft zu bewegen. Um dies zu ermöglichen, benötigt es natürlich speziell dafür entwickelte Anlagen, die mit modernster Technik versehen sind und durch etwas Physik den Menschen sicher und problemlos zum idealen Flugobjekt verwandeln.

 

Der Windkanal der FlyStation München ist mit einem starken Fokus auf Langlebigkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit gebaut. Routinemäßige Instandhaltung und laufende Check-ups aller Systeme werden regelmäßig durchgeführt, um den Gästen die bestmögliche Flugumgebung zu bieten. Entwickelt und hergestellt von Tunnel Tech bietet der vertikale Windtunnel der FlyStation Munich die ideale Umgebung für den Profisport und Freizeitbereich.

Bauweise

Konkret handelt es sich bei dem Typ der Anlage um einen doppelkreisigen geschlossenen Vertikalwindtunnel. Diese Art von Flugkammer hat eine ringförmige Luftführung (sog. Göttinger Bauart), bei dem die vom Diffusor aufgenommene Luftströmung wieder den Gebläsen zugeführt wird. Der Vorteil eines solchen geschlossenen Systems ist die Unabhängigkeit von Wind und Wetter. Die Temperatur innerhalb der Flugkammer wird manuell gesteuert und auf einem angenehmen Niveau zwischen 21 – 25 Grad gehalten. So kann die Anlage problemlos das ganze Jahr über genutzt werden.

Quelle: FlyStation Munich

Die Flugkammer in der FlyStation Munich, also der Bereich, in dem man fliegt, ist insgesamt 19,6 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 4,5 Metern. Eine perfekt runde Glasröhre aus 40 mm starkem Mehrschichtglas, mit Antireflexionsbeschichtung ermöglicht es die Flugmanöver von Freunden und Familienmitgliedern auch gemütlich von außen zu betrachten. Der Wartebereich direkt vor dem Windkanal ist mit einer Schleusentür ausgestattet, die den nötigen Druckausgleich gewährleistet und so den Wind innerhalb des vorgesehenen Flugbereichs hält. LED-Streifen an der acht Meter hohen Glasröhre beleuchten den Windtunnel und können auf jede beliebige Farbe und Helligkeit eingestellt werden.

Antrieb & Power

Der Luftstrom wird durch vier kraftvolle Axialventilatoren erzeugt, die von Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von 1.600 KW angetrieben werden. Drehflügel lenken den Wind in die Flugkammer und bilden eine vertikale Luftsäule mit einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 300 km/h. Die Technologie im Windtunnel der FlyStation Munich eliminiert sogar geringfügige Turbulenzen und ermöglich so den Gästen eine authentische Erfahrung des Fallschirmspringens. Die Geschwindigkeit des Luftstroms wird von einem Instruktor, dem sogenannten „Controller“, jederzeit geprüft und gesteuert. Ein ausgebildeter Fluglehrer ist während deines Fluges immer an deiner Seite und kommuniziert mithilfe spezieller Zeichen mit dem Controller, um die Geschwindigkeit des Luftstroms entsprechend den situationsbedingten Anforderungen anzupassen.

 

Indoor Skydiving in einem vertikalen Windkanal ist eine sichere und einfache Möglichkeit, den Nervenkitzel des echten Fliegens zu erleben. Zwei Minuten im Windkanal der FlyStation Munich entsprechen einer Freifallzeit von zwei Fallschirmsprüngen aus einer Höhe von rund 5.000 Metern. Wer sich also den Traum vom Fliegen erfüllen möchte, der hat dank modernster Technik und innovativen Anlagen, wie dem Windtunnel in der FlyStation Munich, die Gelegenheit in absolut sicherer Umgebung wie ein Vogel durch die Lüfte zu gleiten

Quelle Titelbild: FlyStation Munich



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